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   Geschrieben und erlebt von Rolf Erhart

Diese Webseite soll für Menschen geschrieben sein, die in ihrem Leben mit dem Problem

Sucht zu tun hatten. Ich bin achtundfünfzig Jahre alt und wurde vor  Jahren von

dieser Krankheit befallen. Ich wurde durch eine Intrige am Arbeitsplatz in der

ich nicht mehr zurecht kam zum Alkoholiker, so dass ich mich in Ärztlicher Behandlung

begeben musste. Dabei wurde ich am selbigen Tag in eine Suchtheilstätte eingewiesen.

Dieses Ereignis war im Jahre 2000 wonach ich jetzt über vier Jahre absolut abstinent lebe.

Ich möchte mit dieser Webseite genauer auf dieses Thema eingehen um allen Betroffenen

dies zu ersparen ,denn ich beschäftige mich seit Jahren mit diesem Thema. Wenn man

bedenkt das in Deutschland über 500.000 Menschen von der Alkoholsucht betroffen sind

ist das eine erschreckende Zahl und besonders junge Menschen sind von dieser Krankheit

betroffen . In der heutigen hoch technologisierten modernen Welt haben Alkohol und

Drogen besonders am Arbeitsplatz keinen Platz. In der heutigen Arbeitswelt

wird ein soziales Verhalten erwartet. Diese Einsicht kam bei mir sehr spät, aber nicht

zu spät. Die Rückkehr in ein ganz normales Leben ist ein weiter Weg, aber es hat sich gelohnt.

Ich bin heute ein sehr glücklicher Mensch der mit beiden Beinen wieder auf der Erde stehen

kann. Ja, der mit offenen Augen wieder sehen kann und der durch ein neues Leben die schöne

Natur genießen kann. Oft stand ich im Wald und habe keine Bäume gesehen.

Wie so oft war es dunkel, selbst am Tage und die Finsternis war kaum zu ertragen, auch

wenn die Sonne schien. Ein ehemaliger Therapeut sagte einmal zu mir dass ein Alkoholiker

erst durch die Hölle gehen muss, bevor er die Nüchternheit erlangen kann.

                                                                                                                  

Seit vier Jahren beschäftigt mich dieses Thema so sehr und frage mich immer wieder wie

und warum es dazu kam. Die dreizehnwöchige Therapie in stationärer Behandlung haben

vieles in mir bewegt, so dass ich mit der Vergangenheit und der Psyche heute sehr gut zu

recht komme. Meine Gedanken haben sich in eine positive Lebensführung gewandelt und

meine Offenheit mit der Alkohol Krankheit umzugehen. Seit drei Jahren gehöre ich einer

Selbsthilfegruppe an, dem „Blauen Kreuz“ Berlin-Brandenburg. Hier kann ich mit

Menschen reden, die das selbe Schicksal erlitten haben wie ich. All diese

Menschen sind Alkoholkrank und jeder weiß von was die Rede ist. Selbsthilfegruppen

gehören zur Stabilisierungsphase denn nur so hat der alkoholkranke Mensch

eine Chance Jahrzehnte abstinent zu Leben. Man von einem neuen Lebensanfang

sprechen. Seit der Therapie vor vier Jahren haben sich für mich viele Fragen von

selbst in positive Ereignisse gewandelt. Denn ich habe wieder das Vertrauen in mein

Leben gewonnen und an diesem Vertrauen möchte ich festhalten, egal was in meinem

Leben noch auf mich zukommen mag.

 

Ja, ich habe gelernt und hoffe das gelehrte nie zu vergessen.

 

Dieses Bild habe ich vor einiger Zeit Photographiert. Ich nenne es der Tote Baum.

So muss sich ein Alkoholkranker Mensch fühlen.  

Zitat: Wer sich an die Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu Verurteilt sie zu wiederholen.         

 

Es mag ein sehr langer Weg gewesen sein.........  

.... wie dieses Bild oben zeigt  und der Weg war sicher .....

sehr steinig und so manche Schwelle musste übersprungen werden, aber mit sehr viel Disziplin

habe ich es geschafft, mich von der Alkoholsucht zu befreien, worüber ich heute

sehr dankbar bin.

Im Juni 2005 hatte ich einen besonderen Geburtstag zu feiern, ich habe die fünf Jahres-

grenze überschritten, in dieser Zeit habe ich keinen Tropfen Alkohol getrunken, was

mich auch dazu bewogen hat, diese Webseite zu aktualisieren. Denn ich möchte versuchen,

diese fünf Jahre zu beschreiben, wie ich sie erlebt habe. Wobei ich auch daran denke,

das ich vielen betroffenen helfen konnte um nachzudenken und die gefahren zu erkennen,

die mit dem Problem Alkohol zu tun hatten oder derzeit noch zu tun haben. Ein Leben in

der Nüchternheit ist lebenswerter als mit Alkohol und hat in der heutigen Gesellschafts-

ordnung einen hohen Stellenwert, sei es im Berufsleben als auch in der Familie und auch in der

Gesellschaft und macht einen trockenen Alkoholiker zu einem liebenswerten Menschen

aber auch zu einem sensiblen Menschen.

  

Ist es möglich sich von der Alkoholkrankheit zu befreien?

 

Diese Frage läst sich nur teilweise mit „ Ja “ beantworten.

Wer von der Alkoholsucht abhängig geworden ist, hat wenig Chancen sich selbst zu Therapieren, denn im Gegenteil stellen sich in kürzester Zeit ein Persönlichkeitszerfall voraus, was auf jeden Fall bedeutet, dass man gut beraten ist, einen Arzt aufzusuchen. Was ich für mich auch damals selbst in Anspruch genommen habe.

Auch die darauf folgende dreizehnwöchige Therapie in der Klinik hatten in mir eine tiefe 

Schockwirkung ausgelöst so dass ich eine Art Trauma erlitten habe, für mich war es die Hölle.

Die Therapie wurde sehr straff gehalten und jeden Tag wurden Psychotherapeutische Meetings in                                

Einzelgespräche oder auch in Gruppen angeordnet. Auch wurden Informationsstunden abgehalten, in       

denen zu erfahren war, wie Alkoholmissbrauch auf den Menschen einwirkt, was mich in Angst und

Schrecken versetzte.

Was mich aber sehr zum nachdenken angeregt hat, dass die Psyche des Menschen sehr darunter leidet und die Abhängigkeit zu einem Persönlichkeitszerfall führt. Es wurde auch darüber Gelehrt, wie durch Alkohol bedingte Organschäden die bis zur geistigen Erkrankungen, sowie zur Demenz führen können.

Ich denke fast jeden Tag darüber nach und möchte diese Zeit bei Gott nicht mehr erleben,

denn sie hat aus mir auch einen ängstlichen Menschen gemacht, der von der Disziplin

geprägt ist. Es ist keine Schande alkoholkrank zu werden, es ist aber eine Schande nichts

dagegen zu tun. Was in der Wohlstandsgesellschaft immer durch mangelnde Information interpretiert

wird, ist in Wahrheit eine sehr schwere und gefährliche Krankheit.

Eines ist mir klar geworden, dass ein trockener alkoholkranker Mensch nie mehr kontrolliert Alkohol trinken kann, dieser Rückfall würde für ihn bedeuten dass er in kürzester Zeit in die aktive Alkohol Sucht zurückfallen würde.

 

Die weit verbreiteten Institutionen und Beratungsstellen von Abstinenzverbände in Deutschland ist die einzige Rettung für alkoholkranke Menschen, wobei er in den Gruppenarbeiten wieder zu sich selbst findet und zur Genesung seiner Psyche eine echte Chance hat, zu einem Abstinenzen leben, so dass er wieder zur seiner Wertschätzung zurück finden kann, was sehr zu empfehlen wäre, was natürlich auch ein Durchhalte-

vermögen verlangt.

 

Eine alte Weisheit besagt, dass wir Menschen, jeder von uns ein Unikat ist, das heißt auf gut

Deutsch das jeder Mensch einzigartig ist, den jeder sollte seinen Leben so leben wie er es mag,

was aber auch heißt, dass jeder alkoholkranke Mensch eine gewisse Verantwortung für sein

Leben übernehmen sollte. Was ich auch heute nach fünfjährigen Trockenheit empfinde, ist dass

ich die Kraft von einer höheren Stelle bekommen habe, denn ich habe mich wieder einer 

Glaubensgemeinschaft angeschlossen und habe aus ganzem Herzen begriffen das dies meinem Leben

wieder einen Sinn, Ziel und  Hoffnung geben möchte.

Psychologie ist die Wissenschaft von der Seele und der Gefühle und gerade bei einem Alkohol-

kranken Menschen sind diese Funktionen meinst nicht mehr vorhanden, was zur folge hat,

ist die Seele krank ist auch der Körber krank.

 

Im Leben wird es immer Unangenehme dinge, so wie auch Enttäuschungen und Resignationen

geben und so manche Menschliche Schicksale werden uns Menschen auferlegt was aber

keinen Sinn macht nach der Flasche zu greifen, denn ich habe für mich entschieden, dass ich

Als Sieger hervor gehen möchte!

 

Albert Einstein (1879-1955) sagte einmal;

„Wenn du ein glückliches Leben willst, verbinde es mit einem Ziel.“

 

 

Mit dieser Webseite möchte ich viele Betroffene ansprechen und würde mich freuen wenn

ich per E-Mail Post für eine Private Interessengemeinschaft bekommen würde oder auch                                                        

 Einträge im Gästebuch. Was ich auch noch erwähnen möchte, es gibt im Internet weitere

gute Informationen über Alkoholismus besonders möchte ich eine Seite Empfehlen.

z.B.  www.leben-ohne-alkohol.de 

Zitat: Wer sich an die Vergangenheit nicht erinnern kann,

                                                            ist dazu verurteilt sie zu wiederholen.

 

 

Ich über mich:   Die Geschichte ist wahr und unverfälscht. Sie beruht auf der

                                 Tatsache das Alkohol dem Menschen nur Schaden bringt.

                                 Ich bin achtundfünfzig Jahre alt und hätte es besser wissen müssen,

                                 aber wie so oft im Leben sind die Tugenden anders als der Geist.

 

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